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Amelie

„Amelie“ eine Erzählung aus dem Buch „Die Lichtsternwesen“

Als der große Dichterfürst eines Tages wieder durch das Land reiste, kam er an einem Küstenort vorbei. Der Dichter, der zur Stunde der Dämmerung über das Meer blickte und vor sich hinträumte, sah, dass plötzlich nahe am Ufer eine kleine grüne Insel aus dem Wasser auftauchte. Blütenduft wehte zu ihm herüber. Stolz hob sich die Insel aus den Fluten. Sie war bedeckt von Wiesen, Blumen und fruchtbaren Gärten. Ihr Gestein schimmerte wie die Sterne am Himmel. Vor ihm lag, inmitten einer felsigen Landschaft, umgeben vom rauschenden Meer ein reizvolles Städtchen.

Einen Augenblick war er fassungslos vor Staunen. Nach einiger Zeit ausgiebigen Betrachtens schritt er in die Stadt hinein, die vom Meer umgeben gut geschützt war. Breite Straßen und schöne Villen prägten das Bild. An ihrem Ende befand sich ein halb zerfallenes Gebäude. Der mächtige Bau mit seinem spitzen Giebeldach ragte weit über die benachbarten Häuser hinaus, die im Gegensatz zu ihm prachtvoll restauriert waren.

Nicht weit davon gab es einen Lustgarten, der sich mit seinen breiten, schattigen Palmenalleen bis zu einem Strand erstreckte. Der Dichter hatte viel zu schauen und zu bewundern. Er ließ seine Blicke umherschweifen und konnte sich nicht satt sehen an den duftenden Gärten und all den blühenden Gewächsen.

Des Dichters Geist war von den Eindrücken verzaubert. Erst jetzt bemerkte er, dass überall tiefste Ruhe und Stille herrschte und er sich in einer Geisterstadt befand. Keine Menschenseele bewegte sich auf den Straßen oder in den Häusern. Fortsetzung www.nikolai-trischka-engelportal.com

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