Engelportal von Rosemarie Nikolai-Trischka

Begegnungen mit Schutzengeln

Begegnungen mit Schutzengeln

Wenn ich Bücher über Engel in die Hand nehme, fällt mir auf , dass die meisten Autoren sehr genau wissen, was ein Schutzengel kann, fühlt und will. Sie schreiben über ihn wie über einen alten Bekannten. Woher sie die Sicherheit nehmen, erfahre ich kaum. Zum besseren Verständnis ein Beispiel aus dem Buch „Schutzengelwunder“ (2002): „Engel sind, salopp gesagt, die ‚Geheimagenten Gottes’. Vielfältig ist ihre Mission, sie retten Leben, sie retten Seelen, stehen bei, zumeist anonym, den Blicken verborgen. Doch stets ist der persönliche Engel spürbar und präsent … Engel sind Majestätisch, wissend, auch anmaßend und böse wie Luzifer. Einer aber will immer nur helfen der Schutzengel. Wer an ihn glaubt, mit ihm spricht und ihn lobpreist, wird von ihm geführt. Wer ihm einen Namen gibt, wird ihn erfahren. Er ist die rettende, bewahrende, geleitende Instanz für das Heil (seelisch, körperlich, gesundheitlich) … Sie retten durchaus auch einmal vor Computer-Viren, stehen bei elektrischen Crashs zur Seite und sie bewahren diejenigen, die sich ihnen hingebungsvoll anvertrauen, vor den Folgen kommender weltumspannender Krisen … Jeder kann die Gegenwart seines Schutzengels spüren, als eine Art elektrisierendes Prickeln, wie bei schwacher elektrischer Spannung oder als undefinierbares Etwas in unmittelbarer Nähe, eine Wesenheit, die allerdings beruhigend wirkt, nicht angsteinflößend oder beunruhigend ist.“

Sind Berichte über Schutzengel glaubwürdig?

Berichte von Schutzengelbegegnungen wie den hier zitierten habe ich aus vielen Berichten nach ihrer Glaubwürdigkeit ausgesucht. So könnte es sich meines Erachtens tatsächlich zugetragen haben. Ich werde aber auch Berichte von Schutzengelbegegnungen vorstellen, bei denen es mir schwerfällt, sie für glaubwürdig anzusehen. Deshalb bitte ich Sie an dieser Stelle um Ihre Meinung (Schreiben Sie im Forum über Ihre eigenen Erfahrungen und Begegnungen mit Schutzengeln und über die nachfolgenden Berichte und ihre Glaubwürdigkeit.)

Sandhu Singh

Immer wieder begegnen wir der Tatsache, dass Menschen bezeugen: „von guten Mächten wunderbar geborgen“.

So ist in einem Bericht des indischen Christen Sandhu Singh, der Engelbegegnungen hatte, zu lesen: „vor ihrer bedrohlichen Haltung musste er sich schließlich in eine Höhle zurückziehen. Am Abend machten sich die Dorfbewohner mit Knüppeln und Steinen gegen ihn auf. Sie näherten sich seinem Versteck um das Todesurteil an ihm zu vollstrecken, da plötzlich wichen sie erschreckt zurück und schickten sich an, durch Rufen mit ihm zu verhandeln: ,Sage, wer ist der Mann mit dem glänzenden Gewand der bei dir steht, und die anderen alle, die dich umgeben?’ Sunda Singh antwortete, er sei allein, aber die Leute blieben bei ihrer Behauptung. Es waren wohl die Engel Gottes,die sein Leben gerettet haben.

Johann Blum

Von dem Prediger Johann Blum aus St. Georgen im Schwarzwald liegt folgender Bericht vor: „Es war Winter und es dämmerte schon. Das letzte Wegstück zum Dorf führte durch einen großen Wald. Weit und breit war kein Mensch zu sehen. Und doch, je näher ich den Wald kam, desto mehr nahm meine Niedergeschlagenheit zu, und ich musste immer wieder seufzen; „O Herr, sei mir gnädig!’

In dem Augenblick, als ich den Wald betrat, wurde ich überraschend still und getrost. Es war mir, als ob jemand neben mir herginge und oft mit seinem Arm meinen Ärmel streifte. Aber ich sah und hörte niemand. Endlich war der Wald durchschritten, ich kam glücklich zu den ersten erleuchteten Häusern. Das Gefühl, du hast einen Begleiter bei dir, war verschwunden.

In der folgenden Nacht hatte ich einen schreckhaften Traum: Ich sah mich selbst am Boden liegen, totgeschlagen und meinen Körper übel zugerichtet. Eine Stimme sagte: ‚So würdest du jetzt aussehen, wenn dich der Herr nicht bewahrt hätte.’

Ein Vierteljahr später stellte sich dieser Tatbestand heraus: An jenem Winterabend hatte mir dort am Waldrand eine Anzahl Burschen aufgelauert mit der festen Absicht, mich umzubringen. Ihren Genossen erzählten sie nach ihrer Rückkehr vom Wald, sie hätten mich zuerst ganz allein daherkommen sehen, plötzlich wäre aber ein großer Mann an meiner rechten Seite gegangen, und zwar bis zum Ende des Waldes. Sie hätten den Mann weder kommen noch gehen sehen, auf einmal wäre er dann auch verschwunden gewesen.“

Engel warnen uns im Traum

Ein wunderbares Beispiel dafür, dass auch im Traum Warnungen zur Rettung Einzelner erfolgen, ist ein Erlebnis, über das der Dichter Werner Bergengruen aus dem Kreise seiner Verwandtschaft berichtet. Einer seiner Onkel träumte vor seiner Abreise von Riga nach Paris, er gehe auf einer unbelebten Straße entlang, während ihm ein Wagen mit Pferden entgegenkomme. Zunächst glaubte er, es seien weiße und braune Pferde, beim Näherkommen stellte er fest, dass es Rappen waren (schwarze Pferde). Sie trugen Trauerschabracken, der Kutscher war im Trauermantel, neben ihm saß ein grün gekleideter junger Mann. Schon lenkte das Fuhrwerk auf ihn zu. Unverkennbar war es ein Leichenwagen, der plötzlich anhielt. Der Diener sprang ab, er war genau erkennbar. Er nahm sein Käppchen ab und öffnete die Wagentür, dabei sah er den Träumer lächelnd an, und lud ihn zum Einsteigen ein. Der Träumer fühlte sich angelockt und abgestoßen zugleich. Ein heftiger Widerwille aber siegte. Darauf schloss der Diener die Wagentüre und stieg wieder zum Kutscher zurück. Schnell entschwand das Gefährt.

Am gleichen Abend reiste der Onkel, der Träumer ab. Bald betrat er in Paris ein großes Kaufhaus mit vielen Stockwerken, die durch einen Lift verbunden waren. Mit anderen wartenden Kunden stellte er sich am Lifteingang auf. Der Lift kam, die Fahrgäste wechselten. Der Onkel näherte sich und hatte Mühe, einen Schrei zu unterdrücken, denn der Fahrstuhlführer war haargenau dieselbe Person und sah genau jenem Diener gleich, den er im Traum erblickt hatte. Gebannt starrte er auf den Diener, unfähig den Lift zu betreten, der hier die Stelle des Leichenwagens einnahm. Der Liftführer fuhr wieder mit dem Lift empor.

Kurze Zeit später beobachtete der Onkel eine wachsende Unruhe unter den Kunden. Eine böse Nachricht wurde offenbar von Mund zu Mund weitergegeben. Ausrufe, Schreie, dem Lift war ein Unglück zugestoßen. Ein Seil war gerissen, der Behälter abgestürzt! Der Diener war dabei zu Tode gekommen. Der Träumer aber war gerettet.

War, so fragt Bergengruen, der geträumte Diener der Schutzengel des Onkels, nur eben in der Maske des Dieners?

Unfall mit einem Lastwagen

Eine Diakonisse erzählt: „Ein kleiner Junge geriet auf die Fahrbahn neben dem Bürgersteig und wurde sogleich von einem Lastwagen überfahren. Mehrere Augenzeugen beobachteten den blitzschnell geschehenen Unfall. Gegen alles Erwarten aber konnte der Junge nahezu unversehrt, nur leicht verstaubt unter dem Auto hervor kriechen und seinen Weg fortsetzen. Es war eigentlich menschenunmöglich. Ich eilte auf den Knirps zu und rief: ,Du hast aber einen guten Engel gehabt!’ Worauf das Kind mit aller Selbstverständlichkeit antwortete: „Nein, es waren zwei!“

Segenspenden als Lebensretter?

Der Kunstmaler E. Viennay berichtet in seinem „Vortrag“ vom „Segnen“. „Eine Frau wurde, im Wald allein gehend, von einem Mann bedroht, der sie ermorden wollte. In Sekunden höchster Lebensgefahr hatte sie die übermenschliche geistige Kraft, den Mann zu segnen. Überrascht ließ er sofort von ihr ab, er mordete aber in der gleichen Nacht eine andere Frau. Vor dem Richter sagte er auf die Frage, warum er von der ersten Frau abgelassen habe: ,Ich konnte nicht. Sie war von zwei starken Männern begleitet.’ Es waren wohl die Retter aus einer unsichtbaren Welt, welche selbst der Frau verborgen blieben.“

Schutz vor dem Tod durch Ersticken

In einer westdeutschen Großstadt wurde 1941 ein junges Paar kriegsgetraut. Die Hochzeit fand im Elternhaus des Bräutigams statt, wo das junge Paar auch für die kurzen Urlaubstage verblieb. Am Morgen nach dem Hochzeitstag klingelt es heftig schon in aller Frühe. Die Mutter öffnete, um das junge Paar nicht zu stören. Ein Telegrafenbote stand vor der Tür, ein Schmucktelegramm abzugeben, das an den Bräutigam gerichtet war. Der Mann ließ sich jedoch nicht darauf ein, die Empfangsbestätigung von der Mutter unterschreiben zu lassen, sodass sie trotz ihres Unwillens genötigt war, das Paar zu wecken. Sie tat es endlich und fand die jungvermählten im tiefsten Schlummer, einem beinahe tödlichen Schlummer, denn das Zimmer war mit Gas gefüllt, das unbemerkt ausgeströmt war. Die Mutter, der der Geruch erst beim Betreten des Schlafzimmers entgegenschlug, öffnete blitzschnell die Fenster. Die beiden mussten, bereits bewusstlos, ins Krankenhaus gebracht werden, wo sie zu ihrem Erstaunen durch rasche ärztliche Hilfe wieder zum Erwachen gebracht wurden. Hat sich hier ein Schutzengel des Postangestellten bedient, um zwei Menschen zu retten?

„Der Fromme“

Eine weitere Engelerfahrung erzählt ein Soldat, der zu jenem Zeitpunkt in Russland war: „Wir befanden uns mit einer Kampfgruppe auf dem Rückzug in Russland. Dabei waren wir in unwegsames Sumpfgelände geraten. Wir waren auf eine Art Insel gelangt von der aus wir nicht weiterkommen konnten, da sich kein Weg finden ließ, der durch den Sumpf hindurchgeführt hätte. Die Russen hatten uns inzwischen entdeckt, und ihre Flieger bewarfen uns unaufhörlich mit Bomben. Die Lage war völlig aussichtslos, und wir sahen den Tod vor Augen. Nun befand sich bei unserer Truppe ein Soldat, der den Spitznamen ,der Fromme’ trug. Der Führer unserer Kampfgruppe sagte zu ihm; im spöttischen Tone: ,Jetzt ist nichts mehr zu machen! Jetzt können sie ruhig beten’. Die Kameraden lachten, aber der Fromme ließ sich dadurch nicht stören, ging einige Schritte abseits, kniete an einem Gebüsch nieder und begann zu beten. Da trat plötzlich ein Feldgrauer zu ihm, den er nicht kannte und sagte: ,Ich werde euch herausführen. Ich kenne die Wege hier.’ Der Fromme ging zum Hauptmann und sagte ihm, der Feldgraue wolle sie alle aus dem Sumpf herausführen. Die anderen Soldaten waren inzwischen verstummt, und alle folgten dem unbekannten Führer. Er brachte uns auf sicheren Wegen bis dahin, wo wir wieder festen Boden unter den Füßen hatten. Dort angekommen, wollte der Hauptmann den Unbekannten sprechen. Aber dieser war spurlos verschwunden. Über diesen Vorfall wurde ein offizieller Bericht an die vorgesetzte Dienststelle aufgesetzt. Der Erfolg war, dass uns allen aufs Strengste verboten wurde, über diesen Vorfall zu sprechen.“

Ein Jugendfreund im Zugabteil

Frau U.N. fuhr im Schnellzug nach I., es war tiefe Nacht. Sie saß allein im Abteil. Plötzlich bemerkt sie einen Mann gegenüber, dessen Eintreten sie nicht bemerkte. Sie erkannte aber zu ihrer Verblüffung in ihm einen Jugendfreund, den sie einst liebte, aber seit Jahrzehnten völlig aus den Augen verloren hatte. Sie versuchte, das abgeblendete Licht aufzuhellen, aber er winkte sofort ab und sagte: ,Steig aus, sobald der Zug hält!’ Schon war die Gestalt verschwunden. Nicht lange währte die Weiterfahrt, da hielt der Zug unerwartet auf offener Strecke. Die Frau stieg auch wirklich aus, ohne zu wissen, wohin sie sich wenden sollte. Der Zug brauste weiter, entgleiste in jener Nacht auf einer Brücke, stürzte ab und begrub viele Tote unter sich.

Marias vierbeiniger Schutzengel

Maria trug nicht nur den Namen der Jungfrau und Gottesmutter, sie lebte auch in diesem Sinne. Sie lebt in einer Zeit, da hemmungslose Freizügigkeit, Alkohol, Drogen zum guten Ton gehörten. Der Lebenswandel von Maria war kein Wunder, denn die Umgebung strahlte stark auf sie aus: Die Frau wurde in der Nähe von Altötting, dem weltberühmten Marien-Wallfahrtsort in Bayern, geboren, wuchs dort auf und ging im benachbarten Neuötting zur Schule. Im Jahre 1966 hatte Maria ein ganz besonderes Schutzengelerlebnis.

Es war einer jener sehr heißen Tage im August, an denen die Luft zu stehen scheint, an denen man glaubt, den eigenen Sinnen nicht mehr trauen zu können. Ab einem gewissen Grad von Hitze vermischen sich die Bilder, es entsteht jenes Flimmern, das der Täuschung Tür und Tor öffnet.

Maria ging auf dem Waldweg in Richtung Maria Thann. Dort würde sie nach einigen 100 Metern eine Waldkapelle erreichen, in der sie beten wollte. Aber da! Plötzlich stand ein Mann vor ihr, von dem sie nicht hätte sagen können, woher er gekommen war. Er stand einfach da. Dieses Dastehen hatte aber etwas so eindeutig Bedrohliches, seine Augen waren derart grün vor Hass, dass Maria den Rosenkranz in ihrer Hand umkrampfte. 10 Minuten noch bis zur Kapelle! Kein Mensch weit und breit, nur dichter Wald, hier machte es keinen Sinn zu schreien. Der Mann trat nun entschlossen auf sie zu. Die Art der Annäherung war unzweifelhaft lebensbedrohlich. „Gott heiliger Schutzengel! hilf mir!“

Da sprang eine gelb-rötliche Dogge aus dem Gebüsch neben den Weg, schoss wie ein Pfeil an Maria vorbei und biss sich in den Mann fest, der vor Schmerz und Angst brüllte. Dann gelang es ihm freizukommen und er rannte um sein Leben. Der Dogge wäre es ein Leichtes gewesen, ihn einzuholen. Es schien jedoch so, als wolle das Tier den Unhold lediglich vertreiben. Bald war von beiden nichts mehr zu sehen, nur das durch Mark und Bein gehende Bellen war deutlich zu hören. Dann kehrte die Dogge um und trottete friedlich auf Maria zu, rieb den Kopf an ihr und lief etwa 40 Meter neben Maria her, bis hin zur Kapelle. Maria betrat das kleine Gotteshaus und dankte für die wundersame Rettung.

(Quellen: „Und es gibt doch ein Jenseits (1971)“, „Botschaft von drüben“, „Schutzengelwunder“)

end faq